EIN KURZER ÜBERBLICK ÜBER DIE GESCHICHTE DES JESUITENKOLLEGS VON FUNCHAL

Gegründet und bewilligt von König Sebastian im Jahr 1569, das Jesuitenkolleg hielt seine ersten Unterrichtsstunden im darauffolgenden Jahr am 6. Mai, dem Festtag des Heiligen Johannes des Evangelistens, welcher zum Patron der Institution wurde.

Ende des sechzehnten Jahrhunderts wurde das Kolleg an seinen heutigen Standort versetzt und wurde bald eines der wichtigsten Gebäude der ganzen Insel Madeira. aus Die ersten Pläne des Gebäudes aus madeiranischem Gestein wurden 1575 nach Rom geschickt und behödlich von der Gesellschaft Jesu eingesehen und autorisiert.

Jahrzehntelang verrichteten Priester und Laien der Jesuitengesellschaft in Madeira religiöse und wissenschaftliche Tätigkeiten in verschiedenen Gebäuden in ganz Funchal. Nur wenige dieser Gebäude blieben über die Jahre unverändert. Es ist jedoch klar, dass die Charakteristiken der Geäude den Jesuiten nicht besonders zusagten, was zu einer Vielzahl von Renovierungsarbeiten führte.

Das Kolleg von Funchal gewann an internationaler Wichtigkeit, die über die üblichen religiösen und wissenschaftlichen Tätigkeiten hinaus gingen, als es damit begann Unterkunft und Verpflegung für Jesuiten bereitzustellen, welche zur Neuen Welt unterwegs waren, um Kollegs und Jesuitengesellschaften in Südamerika, Afrika und Asien zu gründen oder zu integrieren.

Viele historische Persönlichkeiten konnten direkt mit dem Kolleg von Johannes dem Evangelisten in Verbindung gebracht werden. Unter ihnen war auch Pater Pedro da Fonseca (bedeutender Jesuit, Theologe, Philosoph, bekannt als der portugiesische Aristoteles), welcher Korrekturen zu originalen Plan des Gebäudes machte. Auch König Carlos besuchte das Kolleg als es als Barracken für die Infanterie diente. Die Anwesenheit der portugiesischen Streitkräfte ist durch madeiranische Pflastersteine bewiesen, welche mit den Wappen der hier stationierten Regimente verziert waren.

Obwohl es zu Zeiten der Jesuiten eine reiche Institution war, blieb von ihren Anwesen nur wenig über. Die religiösen Schätze und die ansehliche Bibliothek von damals wurden auf dem Anwesen der Diazöse gefunden, wo sie dem Priesterseminar der Diazöse dienten. Unklare Anzeichen lassen vermuten, dass ein Großteil der Möbel von den Brieten mitgenommen oder durch Abnützung über die Zeit zerstört wurde.

Die aktuelle Dekoration des Kollegs ist direkt mit der Geschichte der Universität von Madeira (UMa) verbunden. Als die Universität gegründet wurde, war geplant, dass Rekrorats in Quinta do Monte einzurichten um somit das Kolleg für Klassen und Forschung nutzen zu können. Daher wurden die Möbel, welche einst der österreichischen Herrscherfamilie in der Zeit ihres Exils in Funchal diente, in das Kolleg gebracht. Objekte vom Institut für Kunst und Design Madeira und der Höheren Schule der Bildung Madeira, welche beide mit der UMa vereinigt wurden, wurden dem Grundstück gemeinsam mit Besitztümern, welche wegen ihres patrimonialen Werts erworben wurden, hinzugefügt.

In der Zeit von der Gründung des Jesuitenkollegs bis zur Etablierung des Rekrorats der UMa waren viele andere Institutionen in diesem Komplex untergebracht. Fast alle waren mit Bildung verbunden. Von öffentlichen Vorträgen während der Reform des Marquis von Pombal bis zum Priesterseminar der Diazöse. Das Lyzeum, die Gonçalves Zarco Schule, das Primäre Lehramt und die Höhere Schule der Bildung, alle hinterließen eine Spur im Kolleg. Ebenso die Britischen und Portugiesischen Regimente, die Militärkapelle und die agrarkulturelle Genossenschaft, welche hier tätig war.